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25 Jan 2010

KIS – Experten und Soziale Netzwerke

Geschrieben von Heiko Gellert um 23:04 Uhr

Dieser Eintrag ist Teil 9 von 10 in der Serie KIS Online Marketing

Im Internet sollten Sie sich oder Ihre Unternehmung als Experte eines bestimmten Themas darstellen. Dazu gehört neben einem Basisfachwissen auch eine gute Recherche. Eine Möglichkeit wie ein Unternehmer oder eine Person einen Ruf als Experte in einem Themengebiet erhält ist zum Beispiel die Führung eines eigenen Weblogs. Hierüber kann er seine Unternehmung bzw. seins eigenes Wissen sehr gut präsentieren. Seit der Einführung des Web 2.0 ist ein weiterer Kanal vorhanden, bei dem man als Experte eines Themas schnell aufgefunden werden kann, nämlich die sozialen Netzwerke (engl: Social Networks). Diese Netzwerke sorgen heute dafür, dass wir viele Informationen über uns und unserer Unternehmung preisgeben können. Des Weiteren hat man die Möglichkeit schnell an neue Kontakte zu kommen, was in jedem Business eine wichtige Maßnahme ist. Kontakte sind auch im Online-Business ein sehr wichtiges Element um im Internet erfolgreich zu sein und Besucher auf seine Seite zu leiten. Welche Sozialen Netzwerke es gibt und welche sich für welche Zwecke eignen möchte ich in diesem Artikel veröffentlichen.

Die Geschichte der Sozialen Netzwerke
Mitte der 90er Jahre wurde eines der ersten sozialen Netzwerke gegründet. Es handelte sich dabei um Classmates.com, eine Community für ehemalige Schulfreunde. Die Entwicklung dieser Gemeinschaften war nur als Randerscheinung zu bemerken. Erst als 2005 myspace.com an News Corporation verkauft wurde, wurde die Öffentlichkeit richtig aufmerksam auf das Thema “Soziale Netzwerke”. Und als ein Teil von Facebook an Microsoft verkauft wurde, wusste man wie wichtig diese Netzwerke für die Zukunft sein werden und welchen Wert ihnen zugesprochen werden kann.

Die Funktion und der Sinn dieser Netzwerke
Es handelt sich bei sozialen Netzwerken um Webdienste, wo Personen die Möglichkeit haben persönliche und geschäftliche Daten anzugeben, eine Kontaktliste mit Geschäftspartnern, Freunden und Familienmitglieder zu erstellen und Informationen zu versenden und zu veröffentlichen (User Generatet Content). Mittlerweile bieten auch viele Netzwerke die Möglichkeit verschiedene Apps (Applications/Anwendungen) zu benutzen, die meist von freien Programmierern erstellt worden sind. Für uns ist aber in erster Linie wichtig, die sozialen Netzwerke dafür zu nutzen um unsere Unternehmung oder Tätigkeit bekannter zu machen und ein Experte zu einem bestimmten Thema zu werden. Wichtig ist hierbei eine genaue Zielgruppenanalyse um zu ermitteln, welchen Personenkreis wir ansprechen wollen. So bekommen verschiedene Netzwerke eine größere oder geringere Bedeutung.

Die Gefahr solcher Netzwerke
Datenschützer schlagen Alarm und kritisieren diese Netzwerke sehr scharf. Die größte Einnahmequelle der Sozialen Netzwerke sind die Werbung und die Sponsoren. Weiterhin vermuten Datenschützer, dass Auswertungen von Nutzerprofilen an verschiedenen Firmen zu Marketingzwecken verkauft werden. Arbeitgeber informieren sich über ihre Arbeitnehmer oder über zukünftige Bewerber, was eigentlich in Deutschland untersagt ist. Am 09. Dezemer 2006 wurden als Beispiel 1.074.574 Profile (davon waren 1.035.890 öffentlich) über das deutsche Schulfreunde-Netzwerk StudiVZ von Dritten gezielt ausgewertet. In den USA werden regelmäßig für polizeiliche Arbeiten soziale Netzwerke ausgewertet. Auch sind zwei neue Begriffe entstanden, “Internet Mobbing” bzw. “Cyber Mobbing” ist die neueste Form des Mobbings (andere Menschen in regelmäßigen Abständen zu schikanieren). Gerade unter Schülern wird dieses Medium dazu missbraucht. Laut einer aktuellen Umfrage der IT-Zeitschrift Chip sind 24 % der Jugendlichen schon mal Opfer von Cyber-Mobbing geworden. Im schlimmsten Fall sind Selbstmorde die Folge. Ich kann daher nur raten zu überlegen, welche Daten man von sich preisgeben möchte und welche lieber nicht in die Hände von Dritten geraten dürfen. Möchten Sie jedoch Ihre Unternehmung bekannter machen sind soziale Netzwerke eine gute Möglichkeit … jedoch Vorsicht, auch Konkurrenten nutzen zur Konkurrenzanalyse die sozialen Netzwerke.

Die wichtigsten Netzwerke und die Einsatzbereiche
Mittlerweile gibt es weltweit eine riesige Anzahl solcher Netzwerke. Allein in Deutschland sind es bereits über 150 Netzwerke, die jedoch in der Qualität der Dienste und somit auch in der Anzahl der Besucher sehr unterschiedlich sind. In welchem Netzwerk Sie welche Zielgruppe antreffen und ob das Netzwerk das richtige für Ihre Marketingmaßnahme ist, möchte ich in der nachfolgenden Liste der wichtigsten Netzwerke veranschaulichen. Um nicht den Überblick zu verlieren und ihre Profile und Informationen sorgfältig pflegen zu können, sollten Sie sich in den ersten Schritten auf maximal fünf Netzwerke festlegen.

a) Netzwerke um geschäftliche Kontakte zu knüpfen

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XING   /   Zielgruppe: geschäftliche Kontakte aus vielen Branchen

Das soziale Netzwerk XING wurde 2003 unter dem Namen openBC gegründet und ist eine Plattform für vorwiegend geschäftliche Kontakte. Mehr als 8 Millionen Anwender verwalten ihre geschäftlichen Kontakte über XING. Das Portal ist standardmäßig kostenlos. Wenn man jedoch einige Features wie z.B. eine Besucherübersicht des eigenen Profils oder das Schreiben von Nachrichten benutzen möchte, muss man eine Premium-Mitgliedschaft abschließen, die derzeit 4,95 Euro/Monat kostet. Da die Kommunikation eines der wichtigsten Elemente solcher Netzwerke ist, kommt man um eine Premium-Mitgliedschaft auf Dauer nicht rum.

Hier geht’s zu XING…

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Kostenlose Alternativen   /  Zielgruppe: geschäftliche Kontakte (geringere Anzahl der Mitglieder als bei Xing)

Als kostenlose Alternativen zu Xing gibt es z.B. your-mesh oder mycorners. Die beiden noch sehr jungen Startups haben meiner Meinung nach eine gute Struktur und eine übersichtliche Benutzerführung. Jedoch fehlen wichtige Elemente der Kommunikation sowie Anwendungen um z.B. einen Blog einzubinden oder Kurznachrichten zu verschicken. Bisher gibt es keine kostenpflichtigen Inhalte. Es lohnt sich auf jeden Fall dieses Netzwerk als unterstützende Alternative zu Xing zu betrachten und seine Informationen in diesen Netzwerken auch zu hinterlegen. Diese doch sehr jungen Netzwerke weisen eine eher geringe Mitgliederzahl auf, haben jedoch Potential zu wachsen. In your-mesh kann man sich als Experte darstellen, wenn man z.B. eine Gruppe zu seinem Thema anlegt, bei myCorners gelingt ein dies, wenn man ein eigenes Thema im Forum erstellt.

Hier geht’s zu your-mesh …. und hier zu mycorners

b) Sich oder seine Unternehmung bekannter machen


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Facebook   /   Zielgruppe: internationale Zielgruppe / geschäftliche Kontakte und Kunden

Facebook ist momentan für mich eines der wichtigsten sozialen Netzwerke um Informationen über mich und meinen Webprojekten preiszugeben. Das Netzwerk wurde 2004 von Mark Zuckerberg gegründet. Das Netzwerk hat bereits 350 Millionen Anwender weltweit, davon über 5,6 Millionen Anwender in Deutschland. Nach allgemeinen Schätzungen hat Facebook einen Wert von über 7 Milliarden Euro. Neben der großen Anzahl von Kontaktmöglichkeiten gefallen mir die Einbindung von Apps sowie das Verlinken von Webseiteninhalte, Videos oder Bilder sowie die Kommentarmöglichkeiten zu Links und Informationen anderer Personen am besten. Einen Facebook-Account sollten sie auf jeden Fall anlegen, wenn Sie viele interessante Kontakte generieren wollen.

Hier geht’s zu Facebook…

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LinkedIn   /   Zielgruppe: internationale Zielgruppe / geschäftliche Kontakte und Kunden

Neben Facebook gilt dieses Netzwerk als eines der bekanntesten Mitgliedermagneten. Es wurde 2003 in den USA gegründet und hat bereits weltweit über 55 Millionen Anwender. In deutscher Sprache gibt es das Netzwerk seit Februar 2009 und hat auch im deutschen Raum bereits über 500.000 Anwender überzeugt. LinkedIn hat zwar eine geringe Anzahl an Apps, jedoch ist z.B. die direkte Einbindung des eigenen Weblogs und damit die Bekanntmachung seiner eigenen Artikel eine sehr gute Anwendung um Interesse zu wecken. Ein Unternehmensblog kann so auf neue Produkte oder Dienstleistungen aufmerksam machen, ohne dass LinkedIn-Profil zu pflegen. Auch kann man in diesem Netzwerk Empfehlungen von Kunden und Geschäftspartnern erhalten. Diese Empfehlungen sind öffentlich und können von neuen Besuchern eingesehen werden.

Hier geht’s zu LinkedIn…

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myspace   /   Zielgruppe: internationale Kunden und Geschäftskontakte

Das soziale Netzwerk wurde von Chris DeWolfe  und Tom Anderson 2003 gegründet und wurde von dem Medienmogul Rupert Murdoch zwei Jahre später übernommen. Auch myspace gilt heutzutage als eine virtuelle Visitenkarten von Unternehmen,  Marken, Privatpersonen und Künstlern und gehört somit zum guten Ruf einer jeden Online-Präsenz. Auch hier ist das Einstellen von Kurzinformationen, Videos und Fotos sowie die Benutzung verschiedener Anwendungen möglich. MySpace hat allein im deutschen Raum über 5,1 Millionen Anwender und gilt als eines der beliebtesten Social Networks in den USA. Facebook und myspace haben den größten Konkurrenzkampf und liefern sich ein gewaltigen Schlagabtausch, wobei immer wieder davon die Rede ist, dass der Wachstum von Facebook schneller voran geht als bei myspace.

Hier geht’s zu myspace…

c) Zielgruppen in themenabhängigen Netzwerken


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VZ-Netzwerke (schülerVZ, studiVZ, meinVZ)   /   Zielgruppe: vorwiegend junge deutsche Anwender

Wer gerade ein junges Publikum ansprechen möchte, ist bei den VZ-Netzwerken richtig aufgehoben. Ehemalige Schüler und Studenten wie auch Anwender die derzeit die Schulbank drücken oder die Uni besuchen sind in diesem Netzwerk tätig. Die vor kurzem eingeführten Apps, die vorwiegend einen spielerischen Charakter haben, sorgen für Begeisterung bei den Anwendern und sorgten für einen weiteren Schub von neuen Anmeldungen. Das Netzwerk wurde 2005 von Ehssan Dariani und Dennis Bemmann gegründet und befindet sich seit 2007 im Besitz der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. Die drei VZ-Netzwerke zählen insgesamt über 16 Millionen registrierte Anwender. Wer also ein jüngeres Publikum ansprechen möchte ist in diesen Netzwerken gut aufgehoben

Hier geht es zu meinVZ, schülerVZ und studiVZ

Wie Sie sehen gibt es eine Menge guter sozialer Netzwerke mit verschiedenen Zielgruppen und Möglichkeiten der Informationsdarstellung. Für jeden Themenbereich finden sich spezielle Netzwerke. Sind Sie z.B. ein Betreiber eines Sportgeschäftes so könnten die sozialen Netzwerke 1-2-sports oder meinsport als themenbezogene Anlaufstellen geeignet sein. Recherchieren Sie also welche Netzwerke neben den großen allgemeinen Riesen wie Facebook, LinkedIn und myspace geeignet sind um ein gezieltes Marketing zu betreiben und prüfen Sie, ob diese Netzwerke auch eine große Anzahl von aktiven Mitgliedern hat. Recherchieren Sie weiter, welche Möglichkeiten der Informationsweitergabe vorhanden und überhaupt erwünscht sind. Eine gute Liste von 100 in Deutschland bekanntesten Netzwerken finden Sie in dem Artikel “Über 100 Social Networks in Deutschland” von netzwertig.com .

Viel Erfolg wünscht

Heiko Gellert

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